Selbsthilfe
SHG Der gehörlosen Senior(inn)en Landeshauptstadt Düsseldorf

Mitglied des Fachverbandes Selbsthilfe Gehörlosigkeit NRW

Aktuelles

Neuigkeit über den SeniorenTreffen


Hallo Senioren/rin!
Schön, dass ihr gestern bei der Krombacher Brauerei teilgenommen habt. Ist es interessant zu besichtigen! Viele Besucher kommen aus vielen Ländern z,B. aus England, Holland und weiter. Sie wohnen nicht nur in Deutschland, sondern sie wollen nur besichtigen. Sie verhalten sich anders gegenüber der Hörgeschädigten. Danke für die Aufmerksamkeit!
Einen schönen Tag!
LG Petra


Selbsthilfegruppe der gehörlosen Senioren in Düsseldorf

"Bei den 14-täglichen Zusammenkünften wird sich immer ausgiebig begrüßt, bevor Fachleute 15-minütige Vorträge über viele aktuelle Themen, wie zum Beispiel vernünftige Ernährung, Bewegung und Gesundheit halten. In der Selbsthilfegruppe herrscht immer eine heitere Stimmung, es wird viel gemeinsam gelacht."

Diözesanpfarrbrief 2/2017 Katholische Integrative Gemeinde St. Georg Hörbehindertenseelsorge im Erzbistum Köln

Erlebnis in der Dr. Oetker-Welt 2018

Guten Morgen Wilfried. .....und die Sonne scheint.

Nachdem wir pünktlich mit dem Regionalexpress in Bielefeld Hauptbahnhof angekommen waren, gingen wir während der Pause in der Halle. Wir nahmen in der Imbissstube die Mittagsmahlzeit ein. Danach fuhren wir mit der Straßenbahn nach Bethel. Von dort aus gingen wir zu Fuß zu Dr. Oetker-Welt. Wir hatten zwei Gruppen, je eine kleine und eine große Gruppe. Einerseits sieben Menschen nahmen an einer Führung ohne Dolmetscher teil, andererseits dreiunddreißig mit zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen.

Es war sehr schön und die Leute waren sehr nett. Leckere Pizza gegessen. Volkmar und ich haben sich so wohlgefühlt. Zurück : Mit der Straßenbahn bis zum Bielefeld Hauptbahnhof. Okay!

In der Halle standen voller Menschen, eine chaotisch, viele Züge und Verspätungen. So ein Glück hatte Marie ein Zettel über den Fahrplan aufgeschrieben. Ungefähr 17.05 Uhr nach kurzem Aufenthalt. Der Fahrplan gab 17.27 Uhr auf Gleis drei an. Wir waren uns einig und mit dem Zug wollten wir fahren. Dann gingen wir auf den Bahnsteig und schauten die Schilderung auf Gleis 4 an. Um 16.59 Uhr hatte 25 Minuten Verspätung, um nach Düsseldorf zu fahren. Glücklicherweise waren wir zwischen 20.05 – 20.10 Uhr in Düsseldorf Hauptbahnhof angekommen. Ich hatte im Internet gelesen, insgesamt 60 Minuten Verspätungen. Volkmar und ich waren gut nach Hause angekommen, waren wir alle so müde und k.o.

Eines schönen Wochenendes.

LG. Brigitte und Volkmar

Hallo Brigitte und Volkmar, auch gilt für Marie und Rolf. Schöne Reise mit kleinsten Hindernisse habt Ihr wunderbare Unterhaltungen erlebt. Das freut mich sehr bei Dir, Volkmar und Freunde Dr. Oekter. Das hat bestimmt unsere Marie gute Leistung gebracht. Das wünschen wir uns und bei Marie danken.


Backe, backe Kuchen... - aber ohne Gebärdensprachdolmetscher

Während unserer Senioren-Treffen haben uns ein paar Erlebnisse nachhaltig geprägt. Die Studienfahrt zu Dr. Oetker. Oder Geburtstagsfeier mit den Verwandten. Davon steht nichts im Plan und trotzdem ist es enorm wichtig für unsere Bildung als Mensch.

Deshalb finden wir es begrüßenswert, wenn Politiker und Verwalter zu sich einladen, ihnen das jeweilige Sitzung zeigen und mit ihnen diskutieren. Es gibt wohl kaum ein besseres Mittel gegen Politikverdrossenheit und für die Stärkung des Demokratieverständnisses, wenn Menschen live erleben, wie Sitzungen arbeiten und wie unsere Demokratie funktioniert. Das Problem: Seniorinnen und Senioren sind gehörlos und für die Dolmetscherkosten für diese Reise will niemand aufkommen. Aber ohne die Dolmetscher verstehen die Seniorinnen und Senioren nichts. Trübsinnig sitzen sie da, wenn sie nicht zu hause Kuchen backen können.

Das Gesundheitsamt hat den mündlichen Antrag der Senioren-Treffen auf Kostenübernahme abgelehnt, da die Fahrt zu Dr. Oetker nicht notwendig sei, um den Kuchenbacken zu erlernen. Dafür bekommt man aber keinen Dolmetscher für eine ganze Fahrt.

Dolmetscher bedeuten Gleichberechtigung. Senioren und Seniorinnen gehen gerne auf die Besichtigung, weil sie endlich das Gefühl haben, gleichberechtigt zu werden. Die Dolmetscher sind die Brücke zwischen uns. Und ausgerechnet diese Brücke will man uns nicht gewähren.

Das ist ein schönes Beispiel, wie Inklusion nicht funktioniert. Wenn Inklusion nichts kosten darf, wird es keine gleichen Bildungschancen für Behinderte geben. Aber es soll völlig in Ordnung sein, dass Gehörlose die Themen nicht versteht, weil der Staat für die Assistenz die Kosten nicht tragen will?

Deutschland hat sich für Inklusion entschieden. Das, was das Gesundheitsamt entschieden hat, ist genau das Gegenteil davon.

Viele Grüße Ihr Rolf Wendlandt


SHG der Gehörlosen Seniorinnen und Senioren in Düsseldorf

Was denken Gehörlose Seniorinnen und Senioren über das Smartphone und die Einsamkeit?

Taubstummen-Lehrer disziplinieren ihre Schüler nicht mehr, ein Gehörloser muss nicht mehr mit Lautsprache üben, weil das <richtig > ist.

Hier treffen sich Gehörlosen und deren Angehörige um zum Beispiel Informationen über einen Notruf für unterwegs mit der Smartphone zu programmieren. Sie erleben als die größte Einschränkung im Alter. Da gibt es doch nur eins: dass sie hilflos sind.

Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetschern über einen Termin beim Arzt, bei der Behörde und so weiter zu vereinbaren. Für alles und jedes braucht Gehörlose Hilfe.

Es bilden sich überall kleine Gruppen, um die Langeweile zu vertreiben suchen. Aus der Lese-und-Schreib-Schwäche zu reißen, pflegen die Gehörlosen bei dem Senioren-Treffen ihre andere Grammatik mit den Händen nicht nur Klönen sondern auch ihre Erlebnisse zu begleiten. Zum Beispiel: Einerseits "Der Vogel sitzt auf einem Baum" Subjekt-Prädikat-Objekt. Andererseits andere Grammatik: "Vogel Baum sitzen" Objekt-Subjekt-Verben. Jemand sagt dreimal wiederholend, sonst wird ein Gehörloser bei Unstimmigkeiten heftig aufbrausend. Zur Beruhigung erzählt er ihm eigene Biografie.

Im Ehrenamt als Vorsitzender der Selbsthilfegruppe müht er sich oft erfolglos ab, um Inklusion zu erklären. Die Gehörlosen, die hier von ihren Erfahrungen erzählen, erleben die Normale in sehr unterschiedlichen Situationen: die Kommunikation bleibt mangelhaft und die erzählen nie. Die Gehörlosen bleiben unter sich.

Sie haben eine sehr lange Erinnerung. Sie erinnern sich an die Gehörlosenschule, Lehrern, aber auch an die Zärtlichkeit der jungen Jahre. Einige sind inzwischen trocken. Eine merkwürdige Bindung an Treue und an Ehe halten altmodischer Sehnsucht nach Sitte fest. Sie sind eben noch nicht dement.

Nachdem die Begrüßungen stattgefunden hatten, hielten Fachleute eine dreißig minütigen Vorträge über die vernünftige Ernährung, Bewegung und Gesundheit. An einem Stammtisch stehen gute Schuss schlank mit Sekt gegen die Schmerzen des Alters. Früher, da haben die Gehörlosen was mit den Händen gemacht haben. Heute studieren sie. Sie haben stets gute Laune.

Von Rolf Wendlandt und Marie Schmidt

Die Selbsthilfegruppe wurde im März 2017 gegründet und sie zählen über 40 Mitglieder.

Kontakt

St. Michael, Posener Str. 1, 40231 Düsseldorf

Wir treffen uns an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat von 13 bis 18 Uhr.

Mobil Nr.: 0159 03052185

http://www.W.Goldschmidt@gmx.com Integrationsbeauftragter

http://www.GebDolm.de


12. Deutscher Seniorentag
28. bis 30 Mai 2018
im Kongresszentrum Westfalenhalle Dortmund

Bestätigung als Selbsthilfegruppe von dem Gesundheitsamt Düsseldorf am 04.07.2017

Stellenanzeige der Graf Recke Erziehung & Bildung
Wir suchen ab dem 15.9.2017 für den offenen Treff für gehörlose und schwerhörige junge Menschen (DGS- Treff) im Düsseldorfer Hauptbahnhof (in Teilzeit) einen Erzieher/Sozialarbeiter (m/w)
26. Mai 2017
Diskussion im Seniorenrat Rathaus
Anita, Wilfried, Helmut, Wolfgang, zwei Dometschern und ich waren anwesend, Heinz Jürgen hat sich heute entschuldigt.
Vor einem Monat hatten wir mit der Polizei, der in Uniform auf den Schultern drei Sterne trug und er zuständig für die Dienstleitstelle sei, über den Macro-Notruf diskutiert. Nun hat er uns zugesagt, dass wir einen Monat später dort debattieren dürfen.
Andererseits dürfen wir auch debattieren, wer für die Beerdigung die Kosten für Dolmetscher übernehmen solle?